70 Jahre Schweißtechnik, 70 Jahre Unterstützung für Industrie, Mittelstand und Handwerk und vor allem 70 Jahre gelebtes Netzwerk. Am 19. September feierte der DVS-Bezirksverband Kleve sein 70-jähriges Bestehen. Rund 50 Gäste waren der Einladung in das Haus Keppeln in Uedem gefolgt.
Schon die persönliche Begrüßung machte deutlich, was diesen Bezirksverband seit vielen Jahren auszeichnet. Adolf Schreiber, Ehrenvorsitzender des DVS-Bezirksverbands Kleve empfing zahlreiche Gäste persönlich per Handschlag. Es war ein Nachmittag, an dem neben der Schweiß- und Fügetechnik vor allem die Menschen im Mittelpunkt standen, die Wissen weitergeben, Kontakte schaffen und technische Bildung in der Region verankern.
Der Bezirksverbands Vorsitzende Dr. Rainer Ortmann begrüßte die Gäste, darunter zahlreiche langjährige Partner und Wegbegleiter. Zu ihnen gehörten Kreishandwerksmeister Ralf Matenaer und Richard Thielen, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kleve, Annette Vogt, Schulleiterin des Berufskollegs Kleve, Dr.-Ing. Jörg Vogelsang, Geschäftsführer der GSI – Gesellschaft für Schweißtechnik International mbH, sowie Dr.-Ing. Roland Boecking, Hauptgeschäftsführer des DVS.
In ihren Grußworten würdigten sie die langjährige und konstruktive Zusammenarbeit mit dem DVS-Bezirksverband Kleve. Zugleich machten sie deutlich, welchen Stellenwert ein funktionierendes regionales Netzwerk für berufliche Bildung, Handwerk und Industrie besitzt.
Wissen lebt von Menschen und Verbindungen
Das Netzwerk des DVS-Bezirksverbands Kleve reicht tief in die Region hinein zu Unternehmen und Handwerksbetrieben, zum Berufskolleg, zu Innungen und Verbänden und zu den Menschen, die fügetechnisches Wissen in Betriebe, Bildungseinrichtungen und weitere Bereiche der regionalen Wirtschaft tragen.
Wie wichtig diese persönlichen Verbindungen sind, wurde besonders im Rückblick von Adolf Schreiber deutlich. Frei und mit vielen persönlichen Erinnerungen führte er durch sieben Jahrzehnte Verbandsgeschichte. Dabei standen weniger Jahreszahlen und Institutionen im Vordergrund als vielmehr die Menschen, die Entwicklungen angestoßen, Ausbildung ermöglicht und Projekte gemeinsam umgesetzt haben.
Schreiber erinnerte an Wegbegleiter, Erfolge und Fortschritte und verband diese immer wieder mit den Menschen, die dahinterstanden. Für viele langjährige Partner fand er persönliche und wertschätzende Worte. So entstanden im Verlauf seines Rückblicks auch einige bewegende Momente.
Der Nachmittag markierte für Adolf Schreiber zugleich einen persönlichen Einschnitt. Seit 2010 war er für die SLV Bildungszentren Rhein-Ruhr tätig und hat die schweißtechnische Bildungsarbeit in Kleve über viele Jahre mit seiner Erfahrung und seinem großen Netzwerk begleitet und mitgestaltet. Nun verabschiedet er sich auch aus dieser Tätigkeit in den verdienten Ruhestand. Damit endet ein weiterer Abschnitt eines jahrzehntelangen Engagements, das weit über einzelne Funktionen hinaus eng mit der Entwicklung der Schweißtechnik und der beruflichen Bildung in der Region verbunden ist.
Zugleich zeigte seine Rede, wie sehr sich die Schweißtechnik über die Jahrzehnte verändert hat und wie wichtig es geblieben ist, technisches Wissen weiterzugeben. Neue Verfahren, Werkstoffe und Anforderungen brauchen qualifizierte Fachkräfte und Menschen, die bereit sind, ihr Wissen und ihre Erfahrung weiterzugeben.
Seit 70 Jahren Teil der Region
Genau darin liegt eine der Stärken des DVS-Bezirksverbands Kleve. Seit seiner Gründung bringt er Fachleute zusammen, unterstützt den Austausch zwischen Theorie und Praxis und schafft Verbindungen zwischen beruflicher Bildung und den Anforderungen der Betriebe.
Dass dieses Netzwerk auch nach sieben Jahrzehnten lebendig ist, zeigte der Nachmittag durch die zahlreichen Gespräche, persönlichen Begegnungen und die gute Stimmung. Die Geschichte des DVS Kleve ist nicht nur eine Geschichte der Schweißtechnik. Sie ist vor allem eine Geschichte von Menschen aus der Region für die Region, die Wissen weitergeben, Verbindungen schaffen und gemeinsam die Metall- und Fügetechnik weiterentwickeln.