Cyberjoin - Workshop höherfrequentes Hämmern
Höhere Lebensdauer von Schweißverbindungen
Kosten
Für die Teilnahme an dem Anwenderworkshop sowie dem DVS- Erfahrungsaustausch fallen keine Gebühren an. Gefördert und finanziert wird die Veranstaltung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), früher als (BMWK) bekannt.
Teilnehmer
Schweißfachingenieure
Tragwerksplaner
Berechnungsingenieure
Konstrukteure
Schweißkonstrukteure
Inhalte
Zur Erhöhung der Lebensdauer und Ermüdungsfestigkeit von Schweißverbindungen sind in den letzten Jahrzehnten verschiedene mechanische und thermische Nachbehandlungsverfahren entwickelt worden. In diesem Zusammenhang stellt das höherfrequente Hämmern (High Frequency Mechanical Impact treatment – HFMI) zur Verbesserung der Eigenschaften von Schweißverbindungen eine Methode mit langer Tradition dar, die ursprünglich als Werkzeug zur Verminderung der Schweißzugeigenspannungen und Verzugserscheinungen gedacht war. Dies ist sowohl bei der Fertigung neuer als auch bei der Reparatur älterer Bauteile und Schweißverbindungen von großer wirtschaftlicher Bedeutung.
Die Effektivität dieses Verfahrens zur Erhöhung der Betriebsfestigkeit und Lebensdauer von Schweißverbindungen ist inzwischen durch zahlreiche experimentelle Untersuchungen belegt. Die Hauptgründe dafür sind:
Erzeugung von Druckeigenspannungen
Lokale Materialverfestigung
Der Einsatz dieses Verfahrens an Schweißkonstruktionen in der Praxis war bis jetzt trotz erwiesener Effektivität an Schweißproben nicht weitverbreitet, da normative Nachweise zum erzielten Lebensdauergewinn unter betriebsbedingten Beanspruchungen fehlten.
Seit 2019 ist die DASt-Richtlinie 026 Ermüdungsbemessung bei Anwendung höherfrequenter Hämmerverfahren erschienen. Mithilfe dieser Richtlinie und zusammen mit anderen europäischen und internationalen Richtlinien können ermüdungsbeanspruchte Schweißverbindungen bemessen werden. Ein zweites Werk in diesem Zusammenhang stellt das Dokument „IIW Recommendations for the HFMI Treatment“, herausgegeben von dem International Institute of Welding IIW dar, das seit 2016 eingesetzt wird. Die DASt-Richtlinie 026 und die IIW-Empfehlung bilden zusammen eine wichtige Grundlage für den effektiven Einsatz von höherfrequentem Hämmern in Schweißkonstruktionen.
In diesem Workshop wird neben den theoretischen Grundlagen und den Praxisbeispielen die praktische Durchführung vom höherfrequenten Hämmern vorgestellt. Die Teilnehmer werden die Gelegenheit haben, selbst diese erprobte Technologie an Schweißverbindungen anzuwenden. Nach dem praktischen Teil wird in Vorträgen auf die DASt-Richtlinie 026 und die IIW-Empfehlung und die dazugehörigen normativen Verweisungen eingegangen.
Die Teilnehmer werden die Gelegenheit haben, die vorgestellten Geräte von PITEC und HiFIT an Schweißverbindungen selbst auszuprobieren und anzuwenden.
Teilnahmebescheinigung
Die Teilnehmer erhalten eine SLV-Teilnahmebescheinigung für diesen Workshop.
Hinweis
Zusätzlich werden die Teilnehmer nach Wunsch und Bestellung ein Exemplar der DASt-Richtlinie und ein Exemplar von dem Buch „IIW-Recommendation for the HFMI Treatment“ erhalten.