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Schweißeignungsprüfungen / Schadensvorbeugungen

Im Rahmen von Sanierungsprojekten alter Bauwerke (z.B. alte Gebäude- und alte Brückenkonstruktionen), die in der Regel mit einem teilweisen Materialaustausch bzw. der Verstärkung der Bestandskonstruktion verbunden ist, muss eine Aussage über die Schweißeignung des Bestandsmaterials getroffen werden. Die kostengünstigste Möglichkeit die Arbeiten auszuführen ist das Verschweißen der Bestandskonstruktion mit den neuen Stahlprofilen.

Allerdings muss zunächst die Frage geklärt werden, ob bei der Bestandskonstruktion eine Schweißeignung vorliegt, um Risse (z.B. Heißrisse) in den Materialien vorzubeugen. Aus diesem Grund wird ein „Altstahl“ (dies schließt die Betonstähle ein) als ein Stahl bezeichnet, der von ca. 1850 bis 1950 hergestellt wurde. Das Vorliegen einer Altstahlkonstruktion in einem Bestandsbauwerk bedeutet nicht gleichzeitig, dass keine Schweißeignung vorliegt.

Zur Klärung der Schweißeignung von Altstählen benötigen Sie folgende Untersuchungen:

  • metallografischer Makroschliff
  • Schwefelabdruck nach Baumann
  • Funkenspektralanalyse (chemische Analyse)

Wir bestimmen für Sie auch die Schweißeignung von modernen Materialien, wenn Ihnen z.B. kein 3.1-Abnahmeprüfzeugnis vorliegt, oder Sie es kontrollieren möchten. Hierzu genügt in der Regel die chemische Analyse mittels Funkenspektralanalyse.

Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie auch bei Ihrem Bauprojekt als kompetenter Partner.

Ist Altstahl schweißgeeignet?

Was ist Altstahl?

Als Altstahl werden meist Stähle bezeichnet, welche vor 1960 hergestellt wurden. Je nach Herstellungsverfahren können verschiedene Stahlqualitäten vorliegen (Puddelstahl, Flussstahl, …). Diese unterscheiden sich sowohl in der chemischen Zusammensetzung als auch in Bezug auf Gefügeverunreinigungen stark von modernen Stahlsorten. Insbesondere bei Stählen, die vor 1943 hergestellt wurden, sind die Eigenschaften des Materials starken Schwankungen unterworfen, da bis zu diesem Zeitpunkt zur chemischen Zusammensetzung keine Vorgaben gemacht wurden.

Schweißen

Man sieht dem Stahl äußerlich nicht an, welche Güte er hat und ob er entsprechend schweißgeeignet ist. Ob es sich um Puddelstahl oder Flussstahl handelt, ob der Stahl unberuhigt oder beruhigt vergossen wurde, beeinflusst stark die Schweißbarkeit des Stahls. Diese verschiedenen Lieferzustände können nicht visuell auseinander gehalten werden, deshalb sind grundsätzlich Laboruntersuchungen notwendig, um die Schweißeignung zu beurteilen.

Probenentnahme

Für die notwendigen Untersuchungen werden Proben in den Bereichen entnommen in denen auch geschweißt werden soll. Dabei ist auf der Probe unbedingt die Längsrichtung zu kennzeichnen!

An diesen Proben werden dann eine chemische Analyse, eine Untersuchung im metallografischen Schliff, sowie ein sog. Baumann-Abdruck durchgeführt.

Sind für die Beurteilung der Schweißbarkeit zusätzlich Schweißversuche notwendig, kann die notwendige Probegröße größer ausfallen. Die für Ihren konkreten Fall notwendigen Probenabmaße und Entnahmestellen sprechen Sie am besten vorher mit uns ab.

Möchten Sie zusätzlich zur Schweißeignung auch mechanische Eigenschaften des Stahls ermitteln, ist die Probengröße stark von den Dimensionen des zu untersuchenden Bauteils abhängig. Sollten Sie diesbezüglich Untersuchungen durchführen wollen, sprechen Sie uns einfach an!

Untersuchungsergebnisse

Manchmal ist aus einzelnen Versuchsergebnissen schon direkt eine Beurteilung der Schweißbarkeit möglich, etwa wenn im metallographischen Schliff zu erkennen ist, dass es sich um einen Puddelstahl handelt, welcher nicht schweißbar ist. Dann fallen die weiteren, ursprünglich angesetzten Untersuchungen weg.

Folgende Ergebnisse kann die Schweißeignungsuntersuchung liefern:

  • Nicht schweißgeeignet
  • Bedingt schweißgeeignet
  • Normal schweißgeeignet (wie heutige Stahlsorten)

Dabei muss beachtet werden, dass die Untersuchungen an einem spezifischen Träger oder Bauteil nicht auf andere im Bauwerk vorhandenen Bauteile übertragbar ist!

Unser Service

Die GSI SLV bietet hierzu als ein durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflabor insbesondere folgende Dienstleistungen an:

  • Funkenspektralanalyse
  • Metallografische Untersuchungen
  • Schwefelabdruck nach Baumann
  • Weitere Prüfungen zur Ermittlung mechanischer Eigenschaften wie Zugfestigkeit und Duktilität

Auf Basis der vorliegenden Ergebnisse aus vorgenannten Untersuchungen bewertet dann die nach DIN EN ISO/IEC 17020 akkreditierte Inspektionsstelle der GSI SLV die Schweißeignung in einem Inspektionsbericht. 

Wann sollten Sie sich an uns wenden?

So früh wie möglich!

Melden Sie sich so früh wie möglich bei uns. Sobald Schweißarbeiten an einem Bauteil unbekannten Materials im Raum stehen, egal ob Altstahl oder moderner Werkstoff, unterstützen wir Sie gerne bei der Auswahl der geeigneten Untersuchungen zur Ermittlung der Schweißeignung.

Inspektionsverfahren und Normenübersicht

Die Inspektionsstelle der GSI SLV ist nach DIN EN ISO/IEC 17020 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH akkreditiert und bietet als unabhängiges Institut Inspektionen verschiedener Art an. Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht.

Jetzt downloaden

Ihre Vorteile 

  • DAkkS akkreditierte Inspektionsstelle nach DIN EN ISO/IEC 17020
  • DAkkS akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Umfassend qualifizierte Inspektoren mit schweiß- und prüftechnischen Zusatzausbildungen
  • Schnelle Verfügbarkeit durch die bundes- und europaweite Erreichbarkeit der GSI SLV Standorte
  • Weltweit alles aus einer Hand
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